Der Musiker Xaivier Naidoo bei der "Goldenen Kamera" 2012

Xavier Naidoo bereut Verschwörungstheorien

Berlin – Der Musiker Xavier Naidoo bereut die Verbreitung von Verschwörungsansichten, denen er in den letzten Jahren anhing. Mit manchen seiner Äußerungen und Verhaltensweisen dazu habe er andere vor den Kopf gestoßen und verletzt. Dafür entschuldigte er sich mit seinem Youtube-Video „#OneLove“ in der vergangenen Woche. Seit einigen Jahren trat der gebürtige Mannheimer mit sogenannten Reichsbürgern auf, verbreitete auf seinen Kanälen Theorien der QAnon-Bewegung und bezweifelte die Gefährlichkeit des Corona-Virus. Damit galt er als ein prominenter Hauptvertreter der „Querdenker“.

Naidoo sagt, aufgrund seines Charakters suche er nach der Wahrheit und habe sich dabei Theorien und Gruppierungen geöffnet, von denen er sich jetzt distanziere – insbesondere von allen rechten und verschwörerischen Gruppen. Mit seinen Ansichten habe er sich in den letzten Jahren „letztlich verrannt.“ Naidoo: „Ich war von Verschwörungserzählungen geblendet und habe sie nicht genug hinterfragt, habe mich zum Teil instrumentalisieren lassen.“ Das bereue der Musiker heute. Er stehe für Toleranz, Vielfalt und ein friedliches Miteinander. „Nationalismus, Rassismus, Homophobie und Antisemitismus sind mit meinen Werten nicht vereinbar und ich verurteile diese aufs Schärfste.“

Hintergrund für seinen Gesinnungswechsel sei die „brutale russische Invasion in die Ukraine“. Seine Frau und ein Teil seiner Familie stammen von dort. Dort herrsche jetzt Angst und Schrecken, und das Leid habe ihn tief bewegt. Gespräche mit Freunden „waren für mich ein Grund, mich kritisch zu hinterfragen. Mir ist bewusst geworden, wie wichtig es ist, sich selbst kritisch zu reflektieren.“


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