Nationalsozialismus Kauft nicht bei Juden

„Kauft nicht bei Ungeimpften!“ – Ein Tabubruch an der Ostsee

Mit der widerlichen Aufforderung „Kauft nicht bei Ungeimpften“ machten sich unbekannte Täter ihrer Wut Luft und schmierten Nazi-Sprech an die Schaufensterscheibe eines Mitbürges, der keine gentechnischen Injektionen haben will und alle Menschen gleichermaßen in seinem Laden willkommen heißt. Ein Tabubruch, meint Christian Albrecht.

Der Hass auf impfunwillige Mitbürger entwickelt sich weiter: Nachdem ein Autor auf einem öffentlichen und reichweitenstarken Blog Impfunwillige mit „ihr Wichser“, „ihr Vollidioten“ und weiteren wilden Beschimpfungen angriff, schrieben laut Polizeimeldung im Zeitraum vom 05.12.2021 bis 07.12.2021 unbekannte Täter an eine Schaufensterscheibe eines Geschäftes in Heringsdorf (Ostsee) in ein mal zwei Meter großer, gelber Schrift

„Kauft nicht bei Ungeimpften“

Im Dritten Reich, der deutschen Nazi-Zeit, boykotierten Nazis jüdische Geschäfte mit der Aufschrift „Kauft nicht bei Juden!“.

NS-Boykott gegen jüdische Geschäfte
NS-Boykott gegen jüdische Geschäfte. Aufschrift: „Deutsche! Wehrt euch! Kauft nicht bei Juden!“ Foto: Bundesarchiv, Bild 102-14468 / Georg Pahl / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv Bild 102-14468, Berlin, NS-Boykott gegen jüdische GeschäfteCC BY-SA 3.0 DE 

Der Journalist Boris Reitschuster auf seinem Blog sowie die Schweriner Volkszeitung berichteten. Ein Foto ist bei Reitschuster zu sehen. In dem Artikel heißt es, auf einem Schild im Laden stehe, hier gebe es keine „Zwangs-Maßnahmen“ und jeder Gast sei herzlich willkommen.

Der geschädigte Ladeninhaber veröffentlichte bei Reitschuster eine Stellungnahme zu dem Vorfall:

„Inspiriert durch die Politik mittels Äußerungen wie ‚Pandemie der Ungeimpften‘ sowie Forderungen nach ‚Kontaktverbot zu Ungeimpften, Quarantänelagern, Zwangsimpfungen, 2G+-Regelungen, Berufsverboten‘ wird das Klima der Angst nur weiter gefördert. Angeheizt durch Medien entsteht eine weitere Spaltung der Gesellschaft und panische Unsicherheit bei vielen Menschen. Frustration und Abgrenzung kann zu aggressivem Verhalten führen. Dieses habe ich nun an meinem eigenen Ladengeschäft gespürt und ich bin zutiefst traurig darüber.“

„Die Fehler der Geschichte scheinen sich zu wiederholen, die Werkzeuge sind dieselben, werden sich aber abnutzen. Freiheit und Würde sind ein unveräußerliches Gut, das Grundgesetz unseres Landes war mal ein glänzendes Beispiel für viele Länder der Welt. Bewahrt Euch alle die Werte, die darin vermittelt werden, Demokratie ist niemals ein Selbstläufer! Seid angstfrei, kritisch, liebend und optimistisch.“

Ob die Täter mit dem Nazi-Sprech „Kauft nicht bei Ungeimpften“ gezielt provozieren wollten, ob es sich um einen dreisten, aber unbedachten Streich Jugendlicher handelt – die Täter und das Motiv sind noch nicht bekannt. Fakt ist: Der Staatsschutz ermittelt jetzt nach Strafgesetzbuch § 86 wegen Verbreitung von Propagandamitteln verfassungswidriger und terroristischer Organisationen. Es drohen dabei Geldbußen oder eine Freiheitsstafe bis zu drei Jahren.


Die Polizei bittet zur Aufklärung die Bevölkerung um Mithilfe. Wer Hinweise zum geschilderten Sachverhalt geben kann, meldet sich bitte unter Tel.: 0395 5582169, über die Internetwache www.polizei.mvnet.de oder bei jeder anderen Polizeidienststelle.


Staat und Medien tragen direkt Schuld

Einige sich demokratisch-zivilisiert wähnende Mitmenschen meinen, Menschen ohne Impfung als „Wichser“ beschimpfen zu müssen, und andere Menschen gebrauchen inzwischen Nazi-Sprech, um nicht geimpfte Mitbürger auszugrenzen und den Hass zu schüren. Wie kommt es?

Der Staat nötigt uns mit der Rechtfertigung des Gesundheitsschutzes drastische Maßnahmen auf, unter der alle leiden. Politiker und Medien behaupten, Impfunwilige seien daran Schuld, sie seien „Pandemie-Treiber“, sie „tyrannisieren“ die Gesellschaft (Frank Ulrich Montgomery). In den ARD Tagesthemen hetzte die MDR-Journalistin Sarah Frühauf am 19. November in einem widerlichen Kommentar gegen Impfunwillige.

Einige Wochen später fabulierte der abgeschiedene Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, dass 2G das ganze Jahr 2022 gelten würde, „egal, wie gering die Inzidenz ist“. Spahn: „Wenn du irgendwie mehr tun willst als dein Rathaus oder deinen Supermarkt besuchen, dann musst du geimpft sein“. Und zu „geimpft“ betont er hier noch ausdrücklich: „auffrischgeimpft ab einem [Zeit]Punkt X“.

Jetzt wissen Sie, was Sie erwartet – der Staat möchte Ihnen regelmäßig weitere Injektionen geben. Und wer keine gentechnischen Injektionen mit einer neuartigen medizinischen Behandlung (mehr) möchte, der darf nur noch im Rathaus seine Angelegenheiten erledigen und einkaufen. „Egal, wie gering die Inzidenz ist.“ Es ist kaum zu erwarten, dass das mit dem neuen Talkshow-, Verzeihung: Gesundheitsminister Karl Lauterbach anders wird. Das ist aberwitziger Staatsterror, der Bürgern medizinische Behandlungen aufnötigt oder sie aus der Gesellschaft ausgrenzt und mit gezielten Falschaussagen wie „Pandemie der Ungeimpften“ ihre Mitbürger auf sie hetzt.

„Wie konnte es damals nur dazu kommen?“

Wie konnte es damals nur dazu kommen? Weil die Menschen damals genauso waren, wie wir auch heute sind. Wir haben das gleiche menschliche Wesen wie unsere Großeltern und Urgroßeltern damals.

Mir scheint, so einige Menschen, die rufen „nie wieder!“ und sich zurecht lautstark gegen jeden echten Rechtsextremismus richten und dabei auch gleich jegliche konservative, rechtspolitische Gesinnung – wie die der CDU zu Helmut Kohls Zeit oder Hans-Georg Maaßens heute noch – als vermeintlich „extremistisch“ verleumden, gehören selbst zu den schärfste Anheizern der Hetze. In der Twitter-Blase kann man das am besten beobachten.

„Kauft nicht bei Ungeimpften“ ist ein widerlicher Tabubruch.



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