Gewalttäter in der U-Bahn, Symbolbild

Frau nach Streit um fehlende Maske in Berlin zusammengeschlagen

Symbolbild: Gerd Altmann von Pixabay

Berlin – Am Samstag Abend schlug in Berlin eine Erwachsenengruppe eine 17-Jährige nach einem Streit um ihre fehlende Mund-Nasen-Bedeckung krankenhausreif. Zuvor hätten Frauen aus der Gruppe die junge Frau noch in der Straßenbahn der Linie M4 rassistisch beleidigt, meldet die Berliner Polizei. Zwei der Männer haben die Frau laut Polizeiangaben nach Verlassen der Bahn  an der Haltestelle Greifswalder Straße festgehalten, während zwei der drei Frauen sie geschlagen, getreten und ihr Haare ausgerissen hätten. Danach hätten sich die sechs Angreifer entfernt und die Angegriffene konnte die Polizei verständigen. Die 17-Jährige musste in einem Krankenhaus behandelt werden, in dem sie zur Beobachtung stationär aufgenommen wurde.

Mit Hilfe eines Handyvideos des Opfers von dem Angriff konnten Polizisten einen der Männer identifizieren und in einer Kneipe alle drei Männer im Alter von 42, 44 und 52 Jahren festnehmen. Die Beschuldigten waren alkoholisiert und stritten laut Polizei die Vorwürfe ab. Zu den drei beschuldigten Frauen wollten die festgenommenen Männer keine Aussagen machen, die Ermittlungen zu den drei mutmaßlichen Täterinnen dauern an. Die Männer wurden inzwischen wieder entlassen.

Zeugen melden sich bitte

an eine Polizeidienststelle, die Internetwache oder das Bürgertelefon (030) 4664-4664.

Korrektur: Bei der Mitteilung der Polizei kam es zu einem Fehler. Die Dienststelle hat nachträglich die Meldung korrigiert. Sie stellte fest, dass die Jugendliche beim Ein- und Aussteigen aus der Tram eine Mund-Nase-Bedeckung trug und diese lediglich bei dem auf die rassistischen Beleidigungen folgenden Streitgespräch mit den sechs Erwachsenen kurzfristig nach unten gezogen hatte. Die sechs tatverdächtigen Erwachsenen trugen überwiegend keine Mund-Nase-Bedeckungen.


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