Martin Luther, Frankfurter Erklärung

„Frankfurter Erklärung“ verteidigt christlich-bürgerliche Freiheiten

Frankfurt am Main – Rund 60 evangelikale und reformierte Pastoren und Theologen aus verschiedenen Ländern unterzeichneten nach ihren Erfahrungen in der Coronakrise die „Frankfurter Erklärung christlicher und bürgerlicher Freiheiten“ (Quelle). Mit der Erklärung protestieren sie gegen einen staatlichen Machtmissbrauch. Laut der Erklärung sahen die Pastoren während der Coronakrise „einen sich abzeichnenden Totalitarismus des Staates über alle Bereiche der Gesellschaft, einschließlich der Kirche“. Gottgegebene und verfassungsmäßig garantierte Rechte seien missachtet worden.

Als Leiter der christlichen Gemeinde rufen die Unterzeichner die staatlichen Stellen zur Umkehr auf. Sie sollten wieder die Freiheiten und Rechte der Bürger verteidigen, „damit sie nicht durch den Missbrauch ihrer gottgegebenen Autorität Gottes Zorn auf sich ziehen“.

Allein Gott definiere als höchster Machthaber Gut und Böse. Er habe seine mit seinem Charakter zusammenhängende, unveränderliche und für alle Menschen gültige Moral offenbart. Materialismus mit seinem irdisch-säkularen Humanismus biete dagegen nur eine relativistische Ethik und damit keine Grundlage für Verhalten und Moral. Eine irdische Regierung habe daher kein Recht, Moral zu definieren und von ihren Bürgern bedingungslosen Gehorsam zu verlangen.

Frankfurter Erklärung verwirft staatlichen Totalitarismus

Kirche und Staat sehen die Pastoren als getrennte Autoritätsbereiche. Beide könnten nur in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich Gehorsam verlangen. So solle der Staat das Gute belohnen und das Böse bestrafen sowie die gottgegebenen Rechte und Freiheiten der Menschen schützen. Die Kirche dagegen habe die Mission, alle Völker zu Jüngern Christi zu machen und die christliche Gemeinschaft zu leiten. Die Unterzeichner der „Frankfurter Erklärung“ verwerfen totalitäre staatliche Ideologien. „Insbesondere lehnen wir die Tendenz von Regierungen ab, die darauf abzielen, den Glauben und das Verhalten der Bürger zu zentralisieren, indem sie eine autoritäre Gesellschaft schaffen, in der der Staat absolut ist.“

Der Mensch ist laut den christlichen Pastoren mit innewohnender Würde und Wert „im Bilde Gottes geschaffen“. Damit besitze er die unveräußerlichen Rechte auf ein Glaubensleben mit Gottesdiensten, persönlichen zwischenmenschlichen Beziehungen, beruflicher Tätigkeit, Heirat und körperlicher Unversehrtheit. Die Kirchenleiter verwerfen „entwürdigende Handlungen“ staatlicherseits, wie psychologische Manipulation, Einschüchterung, das Schüren von Misstrauen gegenüber anderen und Ausgrenzung und Kriminalisierung aufgrund des Impfstatus. Menschliche Regierungen sowie die Medien seien nie moralisch und ideologisch neutral oder hätten nicht immer nur das Beste für die Bürger im Sinne; daher müsse man ihren Narrativen nicht bedingungslos trauen. Täuschung, Angstmacherei, Propaganda und Indoktrination durch den Staat lehnen die Unterzeichner an.

Zu den ersten Unterstützern der Frankfurter Erklärung gehören unter anderem der unter US-Evangelikalen einflussreiche Pastor Dr. John MacArthur (Kalifornien), der südafrikanische Pastor Dr. Voddie Baucham (Sambia), Dr. Wolfgang Nestvogel von der Bekennenden Evangelischen Gemeinde Hannover sowie die beiden Pastoren der Evangelisch-Reformierten Baptistengemeinde Frankfurt am Main, Peter Schild und Tobias Riemenschneider. Inzwischen unterzeichneten online auch Hunderte gläubige Christen die Frankfurter Erklärung christlicher und bürgerlicher Freiheiten.

Symbolbild: Pixabay/ Andreas Breitling.


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