Boris Reitschuster interviewt Professor Winfried Stöcker zur Impfung.

Stöcker: Entwickler von Proteinimpfstoff ruft zum Impfen mit mRNA-Techniken auf

Professor Winfried Stöcker im Gespräch mit dem Journalisten Boris Reitschuster. Screenshot: Rumble / Reitschuster

Lübeck – „Bitte lassen Sie sich mit den staatlich empfohlenen Präparaten impfen, sofern Sie tagesaktuell noch keinen Immunschutz aufweisen.“ Dazu ruft der Entwickler eines klassischen Proteinimpfstoffes gegen Corona, der Mediziner Professor Winfried Stöcker, auf seiner Webseite auf. Er hält den Entschluss des Deutschen Bundestages für eine Impfpflicht „angesichts der katastrophalen Lage der Corona-Pandemie“ für eine richtige Entscheidung. Die Gefahr durch eine Infektion sei „mit Sicherheit größer“ als die durch eine zugelassene Impfung.

Sein eigens entwickelter und bisher nicht zugelassener Impfstoff LubecaVax sei zwar mit einem günstigeren Nutzen-Risiko-Verhältnis „ideal“, es sei aber keine Zeit mehr, auf die Zulassung zu warten oder sich über die Behörden zu beschweren. Stöcker: „Wir befinden uns bildlich gesprochen in einem Kriegszustand mit dem Coronavirus.“

Impfaktion mit Stöckers Proteinimpfstoff am Lübecker Flughafen

Hintergrund: Stöcker entwickelte 2020 einen eigenen, klassischen Proteinimpfstoff gegen das Coronavirus und verimpfte seinen Stoff an seine Familie und weitere Freiwillige. Wie er sagt, wurde LubecaVax gut vertragen und alle Probanden hätten Antikörper entwickelt. Statt eines Zulassungsverfahrens bekam der Impfstoff-Entwickler im Oktober 2020 vom Paul Ehrlich-Institut eine Strafanzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz.

Am vergangenen Samstag fand im Lübecker Flughafen, der Stöcker gehört, eine Impfaktion mit dem nicht zugelassenen Impfstoff LubecaVax statt. Laut Polizei hätten sich rund 50 Personen bereits impfen lassen und 80 warteten im Vorraum, als die Polizei und der Kommunale Ordnungsdienst eintraf und die illegale Impfaktion beendete.

Gegen Stöcker als Mitorganisator und drei weitere Männer ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. Sie verdächtigt die Beschuldigten, gegen das Arzneimittelgesetz verstoßen zu haben. Der Mediziner wiederum verweist im Interview mit dem Journalisten Boris Reitschuster auf „ein grundgesetzlich geschütztes ärztliches Recht“, den Patienten einen eigens gemischten Impfstoff zu verabreichen. „Das darf der Arzt. Er darf nur diesen eigenes hergestellten Impfstoff nicht in den Verkehr bringen.“ Nichts anderes hätten die impfenden Ärzte bei der Impfaktion am Lübecker Flughafen getan.

Stöcker befürchtet, dass schwere Impfreaktionen bei den mRNA-Impfungen zahlreicher sind als bekannt, „weil man versucht, sie ein bisschen zu verbergen“. Man verschweige das mit der Absicht, „dass nicht zu viele Leute von der Impfung abgeschreckt werden“.

Stöcker vorerst mit Proteinimpfstoff nicht mehr aktiv

Seine Aktivitäten mit seinem selbst entwickelten, aber nicht zugelassenen Proteinimpfstoff LubecaVax stellt der Mediziner vorerst „bis zum Ende dieses Notstands“ ein. Ist die akute Gefahrenlage vorbei, könne man sehen, wie man die Immunität gegen Corona gefahrlos auffrischt. Das kann Laut Stöcker vielleicht jedes halbe Jahr nötig sein, auch mit seinem Impfstoff.

Stöcker: „Meine Pflicht habe ich getan, indem ich gezeigt habe, wie man am besten und gefahrlos gegen Corona immunisieren muss. Sobald die Corona-Inzidenz wieder deutlich abgesunken ist, werde ich mich dafür stark machen, dass bei den wohl jahrelang erforderlichen Auffrisch-Impfungen fertige rekombinante Proteine eingesetzt werden, jedenfalls solange nicht eindeutig von unabhängigen ernsthaften Wissenschaftlern bewiesen, dass Genfähren keinen Schaden auslösen.“

Einige Wissenschaftler halten es Stöcker zufolge für gefährlich, wenn der Körper des Impflings selbst Antigene produziert, gegen die er durch eine Impfung bereits immunisiert wurde. Jedem einzelnen Verdachtsfall nach einer Impfung solle nachgegangen werden. „Man muss dem Eindruck entgegenwirken, solche Ereignisse werden unter den Teppich gekehrt, um die Impfbereitschaft der Bevölkerung nicht zu unterminieren.“


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